Versorgungskonzept Onkologie – OSCAR 2.0
Gut begleitet. Eine Unterstützung, die Ihren Alltag erleichtert.
Orientierung und Unterstützung im Alltag mit einer Krebserkrankung
Eine Krebserkrankung stellt für Betroffene und Angehörige eine tiefgreifende Veränderung des Alltags dar. Neben medizinischen Behandlungen entstehen zahlreiche Fragen, Unsicherheiten und organisatorische Herausforderungen. Viele dieser Anliegen treten zwischen den Arztterminen auf und lassen sich nicht immer unmittelbar klären.
Das Versorgungskonzept OSCAR 2.0 ergänzt die ärztliche Behandlung durch eine strukturierte Begleitung im häuslichen Umfeld. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten im Alltag zu unterstützen, Orientierung zu geben und die Versorgung zwischen den medizinischen Terminen zu stabilisieren.
Was bedeutet eine onkologische Erkrankung im Alltag
Onkologische Erkrankungen und ihre Therapien wirken sich häufig auf körperliches Befinden, Leistungsfähigkeit und psychische Belastung aus. Symptome wie Erschöpfung, Schmerzen, Übelkeit oder Veränderungen des Allgemeinzustandes können im Verlauf auftreten und variieren.
Für viele Betroffene ist es im Alltag schwierig einzuschätzen, welche Veränderungen erwartbar sind und wann ärztlicher Kontakt erforderlich ist. Diese Unsicherheit kann belastend sein und den Umgang mit der Erkrankung erschweren.
Ziel des Versorgungskonzepts Onkologie
Ziel des Versorgungskonzepts ist es, Patientinnen und Patienten während der onkologischen Behandlung und darüber hinaus im Alltag zu begleiten. Durch eine kontinuierliche Ansprechperson sollen Unsicherheiten reduziert, Veränderungen frühzeitig wahrgenommen und relevante Informationen strukturiert weitergegeben werden.
Das Konzept verfolgt einen unterstützenden Ansatz, der auf Stabilität, Orientierung und Entlastung im Alltag ausgerichtet ist.
Ihre persönliche Onkologie-Nurse
Im Rahmen des Versorgungskonzepts werden Sie von einer speziell qualifizierten PVM-Nurses begleitet, die mit den Besonderheiten onkologischer Erkrankungen vertraut ist.
Die Onkologie-Nurse ist Ihre feste Ansprechperson, besucht Sie bei Bedarf zu Hause oder steht telefonisch zur Verfügung. Sie unterstützt Sie bei Fragen zum Umgang mit Symptomen, zur Alltagsgestaltung während der Therapie und bei Unsicherheiten zwischen den ärztlichen Terminen.
Was die Begleitung konkret umfasst
Die Begleitung im Rahmen des Versorgungskonzepts Onkologie umfasst unter anderem die Beobachtung Ihres Befindens, die Unterstützung bei der Einordnung von Symptomen sowie die Klärung alltagsnaher Fragen im Zusammenhang mit der Erkrankung und der Therapie.
Dazu gehört beispielsweise die Begleitung im Umgang mit Nebenwirkungen, die Unterstützung bei der Wahrnehmung von Warnzeichen sowie die Orientierung im Versorgungsalltag. Ärztliche Entscheidungen werden dabei nicht ersetzt.
Zusammenarbeit mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten
Die ärztliche Behandlung bleibt zentraler Bestandteil Ihrer onkologischen Versorgung. Das Versorgungskonzept Onkologie ist eng mit den behandelnden Praxen und Kliniken abgestimmt und ergänzt diese sinnvoll.
Relevante Beobachtungen werden strukturiert erfasst und, sofern erforderlich, an die behandelnden Ärztinnen und Ärzte weitergeleitet. Dies unterstützt die Kontinuität der Versorgung zwischen den Terminen.
Einbindung von Angehörigen
Eine Krebserkrankung betrifft häufig auch das persönliche Umfeld. Angehörige übernehmen unterstützende Aufgaben, begleiten zu Terminen oder tragen Verantwortung im Alltag.
Die Begleitung berücksichtigt diese Situation und bezieht Angehörige auf Wunsch mit ein. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, Fragen zu klären und die Versorgungssituation gemeinsam zu stabilisieren.
Teilnahme und Kosten
Die Teilnahme am Versorgungskonzept Onkologie ist freiwillig. Die Einschreibung erfolgt transparent und in Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten.
Die Kosten werden im Rahmen der Besonderen Versorgung von den beteiligten gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für Patientinnen und Patienten entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Wie sich die Zusammenarbeit gestaltet
Gemeinsam schaffen wir eine Betreuung, die den Alltag erleichtert, Ihre Eigenständigkeit stärkt und Ihre Lebensqualität verbessert.
Nach Ihrer Teilnahmeerklärung meldet sich Ihre Nurse zunächst telefonisch und stellt sich Ihnen vor.
Im ersten persönlichen Kontakt geht es um Ihre Einschätzung, Ihren Alltag und Ihre Ziele im Umgang mit der Erkrankung. Gemeinsam wird besprochen, was für Sie besonders wichtig erscheint.
Ihre Nurse besucht Sie in abgestimmten Abständen, spricht mit Ihnen über Veränderungen und unterstützt bei der Einordnung.
Wesentliche Informationen werden strukturiert an die entsprechende Praxis weitergegeben. Die medizinische Behandlung bleibt vollständig in den Händen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
Häufige Fragen
Das Versorgungskonzept OSCAR 2.0 ergänzt die ärztliche Behandlung durch eine strukturierte Begleitung im Alltag. Qualifizierte Pflegefachpersonen unterstützen Patientinnen und Patienten zwischen den ärztlichen Terminen, helfen bei der Einordnung von Symptomen und stehen als feste Ansprechpersonen zur Verfügung.
OSCAR steht für Onkologisches Social Care Projekt der Betriebskrankenkassen.
Das Angebot richtet sich an Menschen mit einer onkologischen Erkrankung, unabhängig von Tumorart oder Therapiesituation. Es eignet sich insbesondere für Patientinnen und Patienten, die sich im Alltag mehr Orientierung, Unterstützung und Sicherheit im Umgang mit ihrer Erkrankung wünschen.
Die Teilnahme am Versorgungskonzept Onkologie ist freiwillig. Die Kosten werden im Rahmen der Besonderen Versorgung von den beteiligten gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Ja. Die ärztliche Behandlung bleibt vollständig bestehen. Das Versorgungskonzept ersetzt keine medizinische Therapie, sondern ergänzt diese. Relevante Beobachtungen können, sofern erforderlich, strukturiert an Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte weitergegeben werden.
Die Onkologie-Nurse ist eine speziell qualifizierte Pflegefachperson und Ihre persönliche Ansprechperson. Sie begleitet Sie im häuslichen Umfeld oder telefonisch, unterstützt bei Fragen zu Nebenwirkungen, Befinden und Alltagsgestaltung und hilft dabei einzuschätzen, wann ärztlicher Kontakt sinnvoll ist. Ärztliche Entscheidungen trifft sie nicht.
Das Versorgungskonzept Onkologie ersetzt keine ärztliche Behandlung, keine Chemotherapie, keine Strahlentherapie und keine Akut- oder Notfallversorgung. Es dient nicht der medizinischen Intervention, sondern der kontinuierlichen Unterstützung im Alltag.
Bei akuten Beschwerden oder Notfällen gelten weiterhin die bestehenden medizinischen Versorgungswege.